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Rettung der Mindo-Harlekin-Kröte

Im Fokus:

Mindo-Harlekin-Kröte

Wissenschaftlicher Name:

Atelopus mindoensis

Wissenschaftliche Einordnung:

Amphibien, Anura, Bufonidae

IUCN-Status:

EDGE-Status:

CR (kritisch bedroht)

Rang 525 von 1015 EDGE-Amphibien

Bedrohte Evolutionsgeschichte:

3 Millionen Jahre

Schutzpriorität nach EDGE-Rang / Ökosystem

Rettung der Mindo-Harlekin-Kröte
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Warum dies wichtig ist

Eine klare Sache. Erstens handelt es sich bei dem Projektstandort um einen Dreifach-Hotspot für EDGE-Arten, Artenvielfalt und Endemie. Zweitens ist das Ziel eine Amphibienart, ein Taxon, das bei der Finanzierung von Artenschutzmassnahmen meist übersehen wird. Drittens steht die derzeit bekannte weltweite Population von nur 14 (!) kritisch gefährdeten Mindo-Harlekin-Kröten unmittelbar vor dem Aussterben.
Diese EDGE-Art, die 30 Jahre lang als ausgestorben galt, aber kürzlich wiederentdeckt wurde, verkörpert 3 Millionen Jahre unabhängiger Evolution bzw. bedrohter Entwicklungsgeschichte. Wenn dieses Juwel es nicht wert ist, gerettet zu werden, was dann?
Schliesslich nutzt dieses Projekt eDNA, um die erste genetische Vergleichsbasis für die Mindo-Harlekin-Kröte zu erstellen. Es liefert damit entscheidende Informationen über die genetische Vielfalt und Populationsstruktur der Art. Ein neuartiger, vielversprechender Ansatz zur Gestaltung von Artenschutzstrategien vor Ort und zur langfristigen genetischen Überwachung. Er könnte auch dazu beitragen, Rückzugsgebiete seltener Arten aufzuspüren (wie dies ein anderer 1wild-Stipendiat auf den Philippinen tut).

Projekt-Kurzinfo

Populationstrend der Zielart

Unbekannt

Lokale Schutzbemühungen

Gering

Verbreitung / Projektgebiet

Ökologische Rolle

Diese kleine Kröte ist ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand von Nebelwäldern und Süsswasser-Ökosystemen. Als Beutegreifer und Beute trägt sie zur Regulierung der Insektenpopulationen bei und stützt die Nahrungskette. Ihre Kaulquappen tragen zum Nährstoffkreislauf in Gebirgsbächen bei.

Gefährdungen

Die grösste Bedrohung für die Mindo-Harlekin-Kröte – die 2019 wiederentdeckt wurde, nachdem sie zuletzt 1989 gesichtet worden war – ist ihr extrem kleiner und isolierter Bestand. Die Einrichtung und Erweiterung des Arlequín-Reservats sicherte und verbesserte den verbleibenden bekannten Lebensraum der Art, was das unmittelbare Risiko einer Lebensraumzerstörung erheblich verringert. Aufgrund der kritisch geringen Populationsgrösse ist die Art nun äusserst anfällig für genetische Engpässe, geringen Fortpflanzungserfolg, Umweltereignisse und Krankheitsausbrüche.
Eine zentrale Bedrohung ist die Chytridiomykose, eine für Amphibien tödliche Pilzinfektion. Sie trat erstmals 1993 in Australien auf und befiel etwa 30 % der Amphibienarten weltweit, was zu dramatischen Bestandsrückgängen und zum Aussterben von Amphibienarten in Nord-, Mittel- und Südamerika, Ostaustralien, Ostafrika und in der Karibik führte. Der Pilz kann in manchen Populationen eine Sterblichkeitsrate von 100 % verursachen. Es ist keine wirksame Massnahme zur Bekämpfung der Krankheit in wilden Populationen bekannt.

Förderung

Erste Vergabe:

$ 8,600

9. August 2026

Rang 525 von 1015 EDGE-Amphibien

Programmverantwortung

Khamai Foundation

Programmkontakt

Gabriela Sandoval

Projektort

Südamerika, Ecuador

X7GG+4M Reserva Arlequín, Tandayapa, Ecuador

Lösungsansatz: Projektziele

Unsere derzeitigen Schutzmassnahmen konzentrieren sich auf eine intensive Bestandsüberwachung und die Unterstützung von Wiederansiedlungsmassnahmen vor Ort, um die langfristige Lebensfähigkeit der Art zu verbessern.

Ziel 1: Vergrösserung der Reliktpopulation der Mindo-Harlekin-Kröte.
Ziel 2: Erhaltung und Verbesserung für die Kröte geeigneter Lebensräume.
Ziel 3: Sicherung der genetischen Vielfalt der Art mittels eDNA.
Ziel 4: Verringerung des krankheitsbedingten Aussterberisikos der Kröte.
Mit diesem Projekt wollen wir mithilfe von eDNA die erste genetische Datenerhebung für die Mindo-Harlekin-Kröte durchführen.

Praktische Umsetzung

Dieses Projekt soll wichtige Erkenntnisse über die genetische Vielfalt und die Populationsstruktur der Art liefern, die als Entscheidungsgrundlage für Strategien zum Artenschutz vor Ort dienen und die langfristige genetische Überwachung unterstützen.
Letztendlich wird das Projekt den wissenschaftlichen Kenntnisstand erweitern, der erforderlich ist, um die Widerstandsfähigkeit der Art zu verbessern und nach ihrem Beinahe-Aussterben zu ihrem langfristigen Überleben in freier Wildbahn beizutragen.

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