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Schutz des Lebensraums stark gefährdeter Weissbauch-Klammeraffen

Im Fokus:

Weissbauch-Klammeraffe

Wissenschaftlicher Name:

Ateles belzebuth

Wissenschaftliche Einordnung:

Säuger, Primaten, Atelidae

IUCN-Status:

EDGE-Status:

EN (stark gefährdet)

Rang 577 von 585 EDGE-Säugern

Bedrohte Evolutionsgeschichte:

0.5 Millionen Jahre

Schutzpriorität nach EDGE-Rang / Ökosystem

Schutz des Lebensraums stark gefährdeter Weissbauch-Klammeraffen
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Warum dies wichtig ist

Mit diesem Projekt erneuern wir die dem NPC zugeteilte Förderung zum Schutz des Gelbschwanz-Wollaffen und übertragen die dort bewährten Methoden zum Wald- und Artenschutz auf ein grösseres geografisches Gebiet.

Projekt-Kurzinfo

Populationstrend der Zielart

Abnehmend

Lokale Schutzbemühungen

Gering

Verbreitung / Projektgebiet

Ökologische Rolle

Weissbauch-Klammeraffen sind wichtige Langstrecken-Samenverbreiter für viele fruchttragende Arten, besonders für Oenocarpus bataua, eine Palmenart und die Lieblingsnahrung dieser Art. Die Samen bevorzugter Nahrungspflanzen werden oft unterhalb der Schlafbäume dieser neotropischen Affenart verstreut, die in der Regel grosse Reviere besetzt.

Gefährdungen

Weissbauch-Klammeraffen werden in grossem Umfang als Jagdwild genutzt und leiden unter dem Verlust ihres Lebensraums. Jungtiere werden für den lokalen Tierhandel gefangen.
Im peruanischen Amazonasgebiet ist die Jagd die Hauptbedrohung für Ateles belzebuth in den Tieflandwäldern, während die Populationen in den Bergwäldern durch die zunehmende Entwaldung und den Verlust von Lebensräumen zugunsten von Landwirtschaft, Viehzucht und der Gewinnung von Waldressourcen gefährdet sind (Aquino et al. 2016).
Weissbauch-Klammeraffen fehlen mittlerweile in weiten Teilen ihres vermuteten Verbreitungsgebiets. Neuere Erhebungen (Shanee 2012; Shanee et al. 2015; Aquino et al. 2012, 2016, 2018) identifizieren die Art als einen der am häufigsten bejagten peruanischen Primaten. Die Jagd erfolgt häufig im Zusammenhang mit illegalem Holzeinschlag, was zur Ausrottung von Populationen sogar innerhalb privater Schutzgebiete führt. Die grossflächige Entwaldung in San Martín und Loreto (30.000 ha bzw. 35.000 ha) sowie die Ausweitung von Kokaplantagen und des Bergbaus tragen erheblich zum Lebensraumverlust und zur Fragmentierung innerhalb des Verbreitungsgebiets dieser Art bei.

Förderung

Erste Vergabe:

$ 7682

8. Mai 2026

Rang 577 von 585 EDGE-Säugern

Programmverantwortung

Neotropical Primate Conservation (NPC)

Programmkontakt

Dr. Sam Shanee, Projects Director, Neotropical Primate Conservation

Projektort

Südamerika, Peru

4RRM+6W9 Area de Conservación "El Gran Simacache", 22610, Peru

Lösungsansatz: Projektziele

Erfahrungen aus dem vorherigen Förderprojekt nutzen, um die Wirkung zu steigern und den Schutz von Wäldern und Arten auf ein grösseres Gebiet auszuweiten.

Verbesserter Lebensraum- und Artenschutz durch Waldpatrouillen und biologische Überwachung in der Naturschutzkonzession Gran Simacache.

Praktische Umsetzung

Der Weissbauch-Klammeraffe ist neben dem Jaguar und dem Brillenbär eine der drei Leitarten der Region. Wir gehen davon aus, dass er von einem Rückgang der Jagd, des Lebensraumverlusts und der Landbesetzung profitieren wird. Dies soll durch die Durchsetzung von Vorschriften und die Zusammenarbeit mit Behörden und der lokalen Bevölkerung erreicht werden. Patrouillen werden auch in die umliegenden Gebiete vordringen, um über Konzessionsgrenzen und Artenschutz zu informieren und hoffentlich neue Verbündete für die Naturschutzarbeit zu gewinnen. Überwachungsmassnahmen und biologische Bestandsaufnahmen ermöglichen die Bewertung und Anpassung der Wirksamkeit des Artenschutzes. Eine angemessene methodische Ausbildung wird durch die ständige Präsenz kompetenter Parkwächter langfristige Auswirkungen auf den Naturschutz in diesem Gebiet haben.

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