Schutz des Cross River Gorillas, des seltensten Menschenaffen der Welt
Im Fokus:
Gross River Gorilla
Wissenschaftlicher Name:
Gorilla gorilla diehli
Wissenschaftliche Einordnung:
Säuger, Primaten, Hominidae
IUCN-Status:
EDGE-Status:
CR (kritisch bedroht)
Rang 55 von 585 EDGE-Säugern
Bedrohte Evolutionsgeschichte:
1.1 Millionen Jahre
Schutzpriorität nach EDGE-Rang / Ökosystem




Warum dies wichtig ist
Dieser kritisch bedrohte Hominide, einer unserer nächsten Verwandten, ist selbst in Schutzgebieten dem starken Druck der wachsenden lokalen Bevölkerung ausgesetzt. Die Erhaltung der wenigen verbliebenen Exemplare ist bei weitem nicht ausreichend finanziert. Dieses Basisprojekt versucht, die letzten Überlebenden dieser äusserst seltenen Unterart des (ebenfalls kritisch bedrohten) Westlichen Flachlandgorillas zu schützen.
Projekt-Kurzinfo
Populationstrend der Zielart
Abnehmend; nur noch 100-250 überlebende Individuen.
Lokale Schutzbemühungen
Gering
Verbreitung / Projektgebiet

Ökologische Rolle
Aufgrund der starken saisonalen Schwankungen ihres Lebensraums zeigen Cross-River-Gorillas flexible Gruppierungsmuster, sich überschneidende Aktionsräume und die Wiederverwendung von Nestern. Die Gruppengrösse variiert zwischen 2 und 20 Individuen und besteht hauptsächlich aus einem Männchen und sechs bis sieben Weibchen sowie deren Nachkommen. Vermutlich trägt der begrenzte Lebensraum, die Verteilung der Nahrungsquellen, der hohe Jagddruck und die begrenzten Möglichkeiten für Männchen, zwischen Familiengruppen zu wechseln, zu der flexiblen Gruppenbildung bei.
Gefährdungen
Zwischen 1995 und 2010 ging der Bestand der Cross-River-Gorillas um 59 % zurück – stärker als bei jeder anderen Unterart der Menschenaffen. Der Rückgang dieser Art schreitet weiterhin in alarmierendem Tempo voran. Der Jagddruck durch Buschfleischwilderer trug dazu bei, diese Art in submontane Gebiete zu verdrängen.
Die verbleibende Population ist klein, fragmentiert und von einigen der am dichtesten besiedelten Gebiete Afrikas umgeben. Die geringe Grösse der einzelnen Teilpopulationen macht sie besonders anfällig für Wilderei. Für andere Tierarten bestimme Schlingen können Gorillas verletzen oder töten. Sowohl in Kamerun als auch in Nigeria gibt es gesetzliche Verbote gegen das Töten von Gorillas, doch die Durchsetzung ist lückenhaft, und selbst in gesetzlich geschützten Gebieten ist Wilderei weit verbreitet.
In vielen Teilen des Verbreitungsgebiets der Gorillas schreitet die Umwandlung von Wald zu Acker- und Weideland rasch voran, und selbst in den grössten Schutzgebieten liegen menschliche Siedlungen, deren landwirtschaftliche Flächen sich über die gesetzlichen Grenzen hinaus ausgedehnt haben. Die Ausdehnung dieser Siedlungen droht die Population der Cross-River-Gorillas weiter zu fragmentieren. Zunehmende Störungen des Lebensraums und die Ausbeutung von Waldressourcen werden den Druck durch Wilderei verschärfen. Kommerzieller Holzeinschlag und industrielle Landwirtschaft (z. B. für Ölpalmen) stellen ebenfalls unmittelbare Bedrohungen dar.
Aufgrund ihrer geringen Grösse ist die Population der Cross-River-Gorillas auch durch Inzucht und den Verlust genetischer Vielfalt gefährdet. Die unmittelbare Nähe zu dichten menschlichen Siedlungen und Viehbeständen macht sie zudem anfälliger für Krankheiten wie Ebola.
Förderung
Erste Vergabe:
$ 7600
8. Mai 2026
Rang 55 von 585 EDGE-Säugern
Programmverantwortung
Ecohumanity Development Initiative (ECOHDI).
Programmkontakt
Sogbeye Harry
Projektort
Afrika, Nigeria
8X5R+C8V Afi Mountain Wildlife Sanctuary, Buanchor, Cross River, Nigeria
Lösungsansatz: Projektziele
Start eines „One-Health“-Pilotprojekts in den Afi-Mbe-Bergen in Nigeria.
Verringerung der Bedrohung der Gorillas durch
- die Entfernung illegaler Schlingen (alle zwei Wochen)
- die Verbindung der Gorilla-Lebensräume durch sichere Durchgänge
Durchführung von 10 One-Health-Workshops zur Reduktion von Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren sowie des Risikos der Krankheitsübertragung.
Praktische Umsetzung
Wir erwarten, dass dieses Programm die Anzahl der aktiven Drahtschlingen in der Pufferzone verringern, die Übertragung von Krankheiten vom Menschen auf Gorillas verhindern, das Überleben von 1.500 gepflanzten Bäumen im Sicherheitskorridor sichern und die Zahl der Gorilla-Besuche auf landwirtschaftlichen Flächen reduzieren wird.


