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Habitatsschutz für den Kaschmir-Graulangur, Pakistan

Im Fokus:

Kaschmir-Graulangur

Wissenschaftlicher Name:

Semnopithecus ajax

Wissenschaftliche Einordnung:

Säuger, Primaten, Cercopithecidae

IUCN-Status:

EDGE-Status:

EN (stark gefährdet)

Nicht aufgeführt

Bedrohte Evolutionsgeschichte:

Nicht definiert

Schutzpriorität nach EDGE-Rang / Ökosystem

Habitatsschutz für den Kaschmir-Graulangur, Pakistan
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Warum dies wichtig ist

Dieser in grossen Höhenlagen lebende, baumbewohnende Blattfresser und Samenverbreiter fungiert als Schlüsselart in gemässigten Wäldern des Himalaya. Die Population in Pakistan ist auf das Kaghan-Tal beschränkt, etwa 150 km von den nächsten Beständen in Indien entfernt, und wurde erst kürzlich als Semnopithecus ajax identifiziert. Wir finden es wichtig, die pakistanische Population dieser sehr seltenen Art zu schützen. Aussterben beginnt auf der Ebene einzelner Individuen, dann verschwinden auch Populationen nach und nach. Die Kaschmir-Graulanguren in Pakistan stehen unter zunehmendem Druck durch Lebensraumverlust und -fragmentierung. Es ist an der Zeit, sie durch dieses Basisprojekt zu schützen.

Projekt-Kurzinfo

Populationstrend der Zielart

Abnehmend, ausgehend von 1400 - 1500 Individuen, stark fragmentiert (15-20 Subpopulationen)

Lokale Schutzbemühungen

Hoch (Indien), gering (Pakistan)

Verbreitung / Projektgebiet

Ökologische Rolle

Der Kaschmir-Graulangur ist ein wichtiger baumbewohnender Blattfresser und Samenverbreiter in den gemässigten Wäldern des Himalaya. Er trägt zur Waldverjüngung bei und erhält das ökologische Gleichgewicht aufrecht. Als waldabhängiger Primat mit einem stark eingeschränkten und fragmentierten Verbreitungsgebiet würde sein Rückgang die Struktur des Ökosystems und die Integrität der biologischen Vielfalt im westlichen Himalaya erheblich beeinträchtigen.

Gefährdungen

Der Kaschmir-Graulangur im Kaghan-Tal ist zunehmendem Druck durch Lebensraumverlust und -fragmentierung ausgesetzt. Holzschlag, Brennholzgewinnung, Strassenbau und die Ausdehnung von Siedlungen zerstückeln die Wälder in kleinere, isolierte Flecken und schränken so die Baumkronenpassagen ein, die diese Tierart benötigt. Auch der Touristenverkehr und die Viehweidewirtschaft verschlechtern die Lebensraumqualität und verringern das Nahrungsangebot. Mit dem Rückgang der Ressourcen dringen die Languren zunehmend in landwirtschaftliche Gebiete vor, was zu Spannungen mit den lokalen Gemeinden führt. Zudem ist der Himalaya besonders anfällig für den Klimawandel, und Ereignisse wie die jüngsten Überschwemmungen und Waldbrände verschärfen die Situation zusätzlich. Angesichts der ohnehin schon kleinen und fragmentierten Populationen reagiert die Art besonders empfindlich auf diese Veränderungen. Geringe Schutzmassnahmen vor Ort ohne gemeindebasierte Massnahmen zur Schadensminderung erhöhen das Risiko eines langfristigen Bestandsrückgangs weiter.

Förderung

Erste Vergabe:

$ 11,200

8. Mai 2026

Nicht aufgeführt

Programmverantwortung

Khyber Nature Society; Khyber Pakhtunkhwa Wildlife Department

Programmkontakt

Abid Ali

Projektort

Südasien, Pakistan

Kaghan Valley, Balakot, Pakistan

Lösungsansatz: Projektziele

Sicherung wichtiger Lebensräume des Kaschmir-Graulanguren im Kaghan-Tal durch einen gemeindebasierten Ansatz.

Um wichtige Lebensräume zu sichern, werden wir bedeutende Lebensrauminseln und Wanderkorridore erfassen und priorisieren, für die Art besonders gefährdete Gebiete identifizieren, die lokale Bevölkerung einbeziehen und einen Aktionsplan zum Artenschutz erstellen.

Praktische Umsetzung

Dieses Projekt wird den Schutz des Kaschmir-Graulangurs im Kaghan-Tal verbessern, indem vorrangige Waldlebensräume gesichert und wichtige, vom Menschen verursachte Belastungen verringert werden. Durch Felduntersuchungen werden standortspezifische Daten zur Verbreitung der Langure, zur Lebensraumnutzung und zur Korridorvernetzung gewonnen, was einen gezielten Schutz kritischer Waldgebiete ermöglicht. Als Leit- und Schirmart wird der Schutz des Lebensraums der Langure auch eine breitere Palette von Pflanzen und Tieren im Himalaya unterstützen, die von diesen Waldökosystemen abhängig sind. Die Identifizierung von Hochrisikozonen wird als Leitfaden für die Eindämmung von Störungen durch Holzeinschlag, Weidewirtschaft und Tourismus dienen. Die Einbindung der lokalen Bevölkerung wird die lokale Verantwortung stärken und die Koexistenz durch praktische, unschädliche Massnahmen fördern. Der Erfolg wird sich in klar abgegrenzten Schutzzonen, geringeren Störungen in vorrangigen Lebensräumen und der aktiven Beteiligung lokaler Akteure widerspiegeln, wobei die Koordination durch das Wildtieramt die Kontinuität über die Projektlaufzeit hinaus sicherstellt.

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